Straßburg, 19. Februar 1776

Jakob Michael Reinhold Lenz an Heinrich Christian Boie (⁠ ⁠Göttingen⁠ ⁠)
Strasbg. d 19ten Febr. 1776.
Hier haben Sie etwas lieber Freund das Sie unserm Hellwieg für die unterdrückten Wolken anbieten können, die er denke ich nicht sehr bedauern wird. Ich habe deßwegen mit einem andern Buchhändler in Unterhandlungen gestanden der sich über 10 neue Louisd’or nicht mit mir einigen wollte, Herr Hellwieg aber als Freund soll es für den Dukaten den Bogen haben.
Ich habe nicht Zeit gehabt, es abschreiben zu lassen, die kleinen Aenderungen aber die ich in dem Ausdruck hie und da gemacht sind deutlich genug als daß Ssie hoffentlich den Korrecktor verwirren könnten. Für Druck und Pappier lasse ich die Freundschaft sorgen. Ich wünscht es sobald als möglich gedrukt weil es schon in manchen Händen gewesen die sehr begierig auf die Bekanntmachung sind.
Schreiben auch Sie mir Ihre Sensation. Ich umarme Sie vom ganzen Herzen u. ganzer Seele
Lenz.

Provenienz

Kraków, Biblioteka Jagiellońska, Lenziana, Sammlung Autographa 1, Nr. 8. Lenz schickt „Die Freunde machen den Philosophen“ mit.

ZitationQuelle

Jakob Michael Reinhold Lenz, Straßburg, an Heinrich Christian Boie, Göttingen, 19.02.1776, in: Jakob Michael Reinhold Lenz: Kritische Briefausgabe, hrsg. v. Gregor Babelotzky (Heidelberg 2026ff). [https://lenz-briefe.de/briefe/114/]