Weimar, 16. April 1776

Jakob Michael Reinhold Lenz an Friedrich Müller (Maler Müller) (⁠ ⁠Mannheim⁠ ⁠)
W. d. 16 Aprill.
Was werdt ihr sagen bester Müller! und was wird Freund Rigol sagen, daß ich solang nichts von mir hören lassen. Aber ich bin so verschlungen in die wahren wesentlichen gewiß noch unvergleichbaren Annehmlichkeiten dieses Hofes, daß ich meinen Freunden nichts anders als aufs höchste Gedanken habe wiedmen können. Grüßt doch alle die treflichen Seelen in Mannheim, Rigol oben an, all seine Freunde unsern wackern zur Nieden den ich in Fkfurt nicht habe besuchen können weil ich nicht aus Goethens Hause kommen bin. Schickt mir doch euren Golo, ich hab ihn dem Herzog vorzulesen versprochen. Welch ein Herr ist das!!
ich komme den ganzen Tag nicht vom Herrn weg.
Lenz.
grüßt Herrn und Madame Schwan
Meine Soldaten werdt ihr jetzt schon haben. Vielleicht seht ihr das nächste Vierteljahr was im Merkur von mir wenn ich soviel Zeit habe.

Provenienz

Düsseldorf, Goethe-Museum, 4356. Kärtchen mit Schmuckrand.

ZitationQuelle

Jakob Michael Reinhold Lenz, Weimar, an Friedrich Müller (Maler Müller), Mannheim, 16.04.1776, in: Jakob Michael Reinhold Lenz: Kritische Briefausgabe, hrsg. v. Gregor Babelotzky (Heidelberg 2026ff). [https://lenz-briefe.de/briefe/160/]