Weimar, 7. Juni 1776

Jakob Michael Reinhold Lenz an Philipp Christoph Kayser (⁠ ⁠Zürich⁠ ⁠)
Lieber Kaiser es freut mich um Deinetwillen daß Du mir meinen letzten Brief nicht übel genommen. Sey versichert daß ich Dich liebe und den Geist den ich aus den herabfallenden Blüthen Deiner Kompositionen ahnde zu ehren weiß. Sage Lavatern ich lasse über Wiel. jetzt noch nichts drucken. Die Herzoginn Mutter hat mir neulich eine Stelle aus seiner Physiognomik mit sehr vieler Empfindung vorgelesen und dabey den Wunsch geäussert ihn einmal persöhnlich kennen zu lernen. Grüsse den theuren Pfenninger und alle Gotteskinder in Zürch, auch Deinen Freund Klinger
L.
Weymar d. 7 Jun.

Provenienz

Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, NL Lenz, Bd. 2, (Nr. 234), Bl. 61. Kärtchen mit Schmuckrand.

ZitationQuelle

Jakob Michael Reinhold Lenz, Weimar, an Philipp Christoph Kayser, Zürich, 07.06.1776, in: Jakob Michael Reinhold Lenz: Kritische Briefausgabe, hrsg. v. Gregor Babelotzky (Heidelberg 2026ff). [https://lenz-briefe.de/briefe/193/]