Weimar, Juli 1776

Philipp Seidel an Jakob Michael Reinhold Lenz (⁠ ⁠Berka⁠ ⁠)
Der Herr Geh. Leg. Rath läßt sie vielmals grüßen und wünscht daß Ihnen ihre Rhabarbera wohl bekommen möge. auch schikt er Ihnen hier 2 versiegelte Bouteillen Wein, und Sie mögten nur fleißig zeichnen.
Die verlangte Bücher sind nicht in der Bibliotek. Kann man sie aber sonst auftreiben, so erhalten Sie sie nächstesmal.
Die Wasche besorg ich, und auch die Laube auf kommenden Mitwoch.
Von Briefen ist nichts hier.
Ich habe nach Citronen geschikt und denke sie wird mir bringen. – Hier sind drei. Es freut mich sie sind recht schön. Der eingeschlagene Brief und das Paquet gehen nächsten Posttag nach Strasburg ab. Ich bin ihr herzlicher Diener Philip
Amalia sieht im Nebel die beyden Prinzen die aus diese zu erhaschen (die aus die fr. zu gradwegs waren gestürzt In dem Augenblik zertheilt sich der Nebel und sie stehen vor ihr
+ die sie für ein Bauermädchen hielten, weil sie eben zu Kn. gekommen was der nun erfährt keuchend und schwitzend seine letzte Statue zum Fenster hinaus warf.
Sobald ich nach Weymar komme mein Ding für die Herzogin ausmachen sehr vortheilhaft für Pandp. und für sie
Das von der Deutschen Gesellschaft im Merkur.
Ach meine Kinder sagt sie. Die führen sie zu Knebel den sie alle bedauern, dem die Weiber alle abschwörten in dem Augenblick sieht
Die wohlthätige Frau sie hat ihm eine ausgesucht, deren Gestalt die fürstliche Urganda nur auf sich genommen um Knebel zu schwärmen sie gibt sie ihm und zwar eben deswegen weil sie nichts weniger als Statue ihn sie auf greif ists Pandolfo nde. Die rächt dichWeib. Ge an ihn will auch ein lang den und d de. Die
Bitten Sie doch lieber Philipp daß H. Doktor in seinem Manuscript anstatt Henriette v. Waldek schreibt H. v. Warbek, Baron v. Warbek und schreiben Sie es auch so ab. Es hat seine grossen Ursachen.
Diesmal sollte der
Milton war nun auch einmal gefallen, Newton lag auf dem Bauch als ob er noch in einer Berechnung der Geschwindigkeit der Centralkraft begriffen wäre und Locke schien sehr nachdenklich im Koth zu sitzen wie er wol zu dieser Begegnung könne gekommen seyn

Provenienz

Riga, Latvijas Akadēmiskā Bibliotekā, Ms. 1113, F. 25, V. 33, Nr. 6. Roter Siegelrest, Abriss. Zugleich Briefentwurf von Lenz an Seidel „Bitten Sie doch …“; der Umstand, dass die Passage diagonal durchgestrichen wurde, könnte aber auch darauf hinweisen, dass der Brief an Seidel tatsächlich verschickt worden ist.

Hände

ZitationQuelle

Philipp Seidel, Weimar, an Jakob Michael Reinhold Lenz, Berka, Juli 1776, in: Jakob Michael Reinhold Lenz: Kritische Briefausgabe, hrsg. v. Gregor Babelotzky (Heidelberg 2026ff). [https://lenz-briefe.de/briefe/224/]