Weimar, zwischen 22. und 25. November 1776

Philipp Seidel an Jakob Michael Reinhold Lenz (⁠ ⁠Berka⁠ ⁠)
Hier schik ich ihnen etwas Aepfel Herr Lenz aus unserm Garten. sie sind eben nicht gar gut, Probieren sie sie. Auch ein Brief kommt anbei,
Am Donnerstag wurden Erw. u. Elmire und die Geschwister aufgeführt, es wäre mir unendlich leid wenn sies nicht sollten gewust haben und ich also Schuld dran wäre weil ichs ihnen nicht am Mitwoch nicht sagen lies. Ich habe, Fabricens Rolle ausgenommen die sehr elend war, nochnichts so liebes gesehen. Das Maidel ich hätte sie nun auffreßen können. Sie war eben ganz Marianne und der Hr. Geh. Leg. Rath ganz Wilhelm. Ich kanns ihnen nicht sagen was es auch vor einen Eindruk auf die alle Leute machte. Leben sie recht wohl. Hr. Lenz. Das andere besorge ich richtig.

Provenienz

Riga, Latvijas Akadēmiskā Bibliotekā, Ms. 1113, F. 25, V. 32, Nr. 62. Beigelegter Brief nicht ermittelt.

ZitationQuelle

Philipp Seidel, Weimar, an Jakob Michael Reinhold Lenz, Berka, zwischen 22. und 25. November 1776, in: Jakob Michael Reinhold Lenz: Kritische Briefausgabe, hrsg. v. Gregor Babelotzky (Heidelberg 2026ff). [https://lenz-briefe.de/briefe/257/]