Zürich, 14. Juni 1774

Johann Caspar Lavater an Jakob Michael Reinhold Lenz und Johann Gottfried Röderer (⁠ ⁠Straßburg⁠ ⁠)
Seelen! Ich komm erst am Donnerstag Abend auf Straßburg. Wenn ihr dieß leset, bin ich in Colmar bey dem blinden Pfeffel zu erfragen – Ich kann nicht anderst. Lieber Lenz, schenire dich keinen Augenblick! Du kannst nicht glauben, wie’s mich freut, wenn du an meinen Gauben, an mich glaubest. – – Euere Umstände sagt Ihr mir so, wie ihr sie fühlt. Ich kann wenig, nichts ändern, aber tragen helfen, durch Mitgefühl. Adieu. Passavant – ist auch ein Mensch. Was du willst will ich dir erzählen. Adieu.
Den 14 Juni 74. spät.

Provenienz

August Stöber: Johann Gottfried Röderer, von Straßburg, und seine Freunde. Colmar 1874, S. 81; „Kärtchen mit Randeinfassung“.

ZitationQuelle

Johann Caspar Lavater, Zürich, an Jakob Michael Reinhold Lenz und Johann Gottfried Röderer, Straßburg, 14.06.1774, in: Jakob Michael Reinhold Lenz: Kritische Briefausgabe, hrsg. v. Gregor Babelotzky (Heidelberg 2026ff). [https://lenz-briefe.de/briefe/35/]