Hegi, 10. Juli 1776

Johann Caspar Lavater an Jakob Michael Reinhold Lenz (⁠ ⁠Weimar⁠ ⁠)
Lieber Lenz,
Hier wieder – Hoff’ ein beßer Stück – So gut es, bey der äußerst flüchtigen unbestimmten Zeichnung möglich war. Es ist der erste Abdruck. Fehlt noch die lezte Revision. So ists immer eine der größesten Physiognomieen, die ich gesehen. Beßern Abdruk bald.
Noch ein Wort. Lieber Lenz – wieg Deine Schritte, und thu nie nichts ohn einen Freund. Laß den Freund Deine Vernunft seyn. Sey zufrieden mit Deinem Herzen und Deinem Genius.
Adieu. Ich bin – vieles und Keines, und alle Tage nur wenige Momente meiner selber. Kaufmann und Pfenninger sind izt bey Schloßern. –
Dein Lavater.
Hegi, den 10 Julius 1776.

Provenienz

Riga, Latvijas Akadēmiskā Bibliotekā, Ms. 1113, F. 25, V. 32, Nr. 29. Lavater schickt ein Bild von Henriette von Waldner mit.

ZitationQuelle

Johann Caspar Lavater, Hegi, an Jakob Michael Reinhold Lenz, Weimar, 10.07.1776, in: Jakob Michael Reinhold Lenz: Kritische Briefausgabe, hrsg. v. Gregor Babelotzky (Heidelberg 2026ff). [https://lenz-briefe.de/briefe/207/]